Wie du dir ein Sparziel setzt und es auch erreichst

„Ich müsste echt mehr sparen“ oder „Puh, ich hab noch keine Ahnung, wie ich mir diese Sache leisten soll“ – kommen dir solche Gedanken bekannt vor? Mir jedenfalls schon, aber ab sofort sollen sie der Vergangenheit angehören! Wie kann das gehen?

Zunächst einmal musst du dir ein konkretes Sparziel stecken – das erfordert etwas mehr Reflexion, als es vielleicht zunächst scheint. Du musst dir klarmachen, was du wirklich (mit deinem Geld) erreichen willst – d.h. auf ein Haus zu sparen, nur weil deine Freunde es auch alle tun, macht dich im Zweifelsfalle weder glücklich noch motiviert es genug, um dafür ordentlich zu sparen. Im Idealfall hast du kurz-, mittel- und auch langfristige Sparziele (z.B. ein Fahrrad, eine eigene Firma und eine entspannte Rente). Merke: Dein allererstes Sparziel sollte natürlich ein Notgroschen sein, der dich gegen unerwartete Probleme absichert – erst wenn du Geld für mindestens 3 Monate leicht greifbar beiseite gelegt hast, solltest du andere Sparziele in Angriff nehmen. Wenn du nun ein Ziel vor Augen hast, das DU wirklich erreichen möchtest, dann musst du als nächstes festsetzen, wann du es erreichen willst bzw. musst und um was für eine Summe es sich genau handelt.

Am besten setzt du dich in Ruhe hin und überlegst, was für konkrete Ziele du wann erreichen möchtest

Mir geht es z.B. gerade so: Da ich mich dem Ende meines Studiums nähere, mit dem gleichzeitig auch mein Stipendium endet, habe ich schon länger den Gedanken, dass ich meinen Notgroschen etwas vergrößern sollte – denn es ist unsicher, ob meine finanziell ungewisse Situation nach zwei bis drei Monaten restlos geklärt ist. Aber es ist mir schwergefallen, aus diesem lockeren „da muss ich wohl sparen“-Gedanken Motivation für konkrete Aktion zu ziehen. Ein „Ich möchte bis März 2020 mindestens weitere 500 Euro im Notgroschen haben, d.h. ich muss im Schnitt monatlich 50 Euro zusätzlich sparen“ – das ist etwas, womit ich arbeiten kann und werde. Dieses Sparziel klingt jetzt vielleicht auf den ersten Blick nicht so sexy wie ein Urlaub, Auto o.ä., aber für mich bedeutet der größere Notgroschen, dass ich ein wenig beruhigter schlafen kann.

Mit den konkreten Zahlen und einer Deadline für dein Sparziel guckst du dir dann am besten dein Budget an und versuchst, Platz zu schaffen. Die naheliegendsten Maßnahmen sind, deine Ausgaben im Bereich Vergnügen (Feiern, Restaurants, Kinobesuche, Süßigkeiten, Coffee to go…) zu verringern und bzw. oder mehr durch Extraschichten, Nebenjobs usw. zu verdienen. Wenn es sich als absolut unmöglich erweist, so viel pro Monat zu sparen, überleg, ob du länger darauf warten kannst (z.B. das 300 Euro teure Fahrrrad deiner Wahl erst in zwölf statt in sechs Monaten kaufen kannst – das sind dann 25 statt 50 zu sparende Euro monatlich) oder eine günstigere Alternative suchen möchtest (ein Fahrrad für 150 Euro könntest du ebenfalls bei einer Sparrate von 25 Euro in sechs Monaten kaufen).

Wenn du geklärt hast, dass und wie genau du dein Ziel erreichen kannst, musst du es nur noch schaffen, dich daran zu halten und motiviert zu bleiben. Dabei können verschiedene Dinge helfen: Klebe beispielsweise zuhause bei dir (am Kühlschrank, beim Schreibtisch) Bilder oder Collagen auf, die ein Ziel präsentieren und dich erinnern. Auch Tagebuch zu schreiben kann helfen, um am Ball zu bleiben. Zu guter Letzt ist es auch immer unglaublich hilfreich, anderen von deinen Zielen zu erzählen. Es ist zum Beispiel super, wenn man unter Freunden von den eigenen Zielen spricht, sich gegenseitig anfeuert und vielleicht sogar gemeinsam spart: Wenn jeder (mindestens) ein finanzielles Ziel vor Augen hat, freuen sich sicher alle über Koch- und Netflixabende statt Restaurant- und Kinobesuche.

Hast du ein konkretes Sparziel? Und wie bleibst du am Ball?

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